04.11.2017 Genießerfahrt

 

 

Wie bisher jedes Jahr führte uns diese Fahrt ins Elsass. In Sessenheim entstand im Oktober 1770 das Liebesidyll zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Friederike Brion, der Tochter des Pfarrers in Sessenheim.  Ihre Liebesgeschichte bleibt bis heute mit Sessenheim verbunden. Auch viele Gedichte Goethes haben ihren Ursprung in dieser Zeit.

Goethe war damals  Student in Straßburg. Bei einem Ausflug zu Pferde mit einem Freund lernte er Friederike kennen. Fast ein Jahr besuchte er sie regelmäßig und in seinen Aufzeichnungen aus der damaligen Zeit bezeichnete er den kleinen Ort als „den Mittelpunkt der Erde“ für sich.

Wir hatten in Sessenheim eine knapp zweistündige hochinteressante Führung. Ausfühlich erfuhren wir von der intensiven Liebesgeschichte, die allerdings kein glückliches Ende fand. Goethe war noch jung und von unstetem Gemüt.

Unsere Führung erstreckte sich aber auch über den Ort insgesamt und besonders die Evangelische Kirche. Aus romanischer Zeit, 11. + 12. Jahrhundert, stammt der achteckige Turm, der auf eine viereckige Basis aufgesetzt ist.  Im Innern sind die Übergänge des Vierecks zum Achteck abgerundet.  Dies ist ein Einfluß des arabischen Stils von Andalusien. Der Turm ist außergewöhnlich im Elsass.

Rings um die Kirche konnten wir ganz besondere Grabsteine besichtigen.

Im Rahmen der Führung in der Kirche erfuhren wir auch viel über die wechselvolle Geschichte des Elsass –  von der Antike über Mittelalter, Reformation etc.

Nachdem wir unseren „kunsthistorischen Teil“ dieser Fahrt so ausgiebig genießen durften war es Zeit fürs leibliche Genießen.  In der „Auberge au Boeuf“ erwartete uns ein exzellentes 4-Gang-Menü in stilvollem Ambiente.

 

Nach der hausgemachen Entenstopfleber Pastete wurden Schniederspättle mit Hummer und kremigem Krustentiere Jus serviert. Eine kleine Pause mit Gewürztraminer Parfait  machte Platz für das Hauptgericht „Keule vom Milchkalb in Nuss Kruste mit Kartoffel Zigaretten und Apfelwein-Jus“

Das Dessert „Haselnüsse als Feinschmecker Texturen Spiel“ rundete das Menü gelungen ab.

Zu jeden Gang gab es den passenden Wein, so dass wir dann sehr entspannt im Bus nach Hause gefahren sind.

 

Ein toller Tag, so richtig geeignet den „November-Blues“ zu bekämpfen !